30. September 2020

29. September 2020
Kühler am Morgen. Weicher das Licht. Glitzernde Wiese. Weiter die Sicht. Letztmalig Hitze mit verwüstendem Brand und Hoffen auf Regen für Seele und Land. Sehnsuchtsvolle Blicke aus dem Zug auf Schienen zu jenem in den Lüften als Vogelschwarm gen Süden. Carmen Hoyer, 25.09.2020

22. September 2020
Lustige Tragödie in fünf Akten 1. Akt: Im Cafégarten Kasperine: Am kleinen Tisch vergnügt mit einem Cappuccino sitzend Bär: GROSSER AUFTRITT mit mürrischem Blick schnurstracks auf die andere Ecke zusteuernd 2. Akt: Im Cafégarten Kasperine, entzückt über das unerwartete Wiedersehen fragend: „Bist du alleine?“ Bär, unwirsch antwortend: „Ja, aber nicht mehr lange.“ 3. Akt: Im Cafégarten Kasperine, sich vorsichtig vom Stuhl erhebend, die andere Ecke im Visier: „Darf ich mich zu...

19. September 2020
Zum vierten Mal trafen sich heute engagierte Menschen zu einer Fahrraddemonstration, um ihrer Forderung nach verkehrssicheren Fahrradwegen eine Stimme in der Öffentlichkeit zu geben. Seit über 16 Jahren kämpfen Einheimische um einen verkehrsbegleitenden Fahrradweg zur L 21. Weder Bürgermeister noch parteienübergreifende Schulterschlüsse innerhalb der Gemeinden konnten bisher erfolgreich die Borniertheit der zuständigen Behörden im Landkreis Oberhavel besiegen, die ebenso lange mit...

13. September 2020
Ein Ausflug auf vier Rädern, statt, wie gewohnt auf zweien, soll ihre Sinne trösten, die Alltags Weltschmerz leiden. Die Sonne leuchtet herrlich, ein Kleid und off’ne Schuh, das Auto glänzt heroisch, die Brille passt dazu. Den Herrn vom Bahnhof abgeholt, nun fahr’n sie auf Chausseen durch brandenburgisch weites Land nebst Wiesen und Alleen. Ein Dörfchen hier und dort ein Ort, dem folgen viele Felder mit Mais, soweit das Auge reicht und auch danach noch weiter. Jetzt naht ein Forst in...

08. September 2020
Samtiges Bordeaux der Rosenblüten, feuriges Karmin der Gerbera zwischen schwarzem Auge und orangen Blütenspitzen, fedriges Lila der kleinen Asternsterne, gebunden in dunklem Blattgrün. Gerettet vor Trostlosigkeit in Plastikfolie und wasserlosen Eimern, vor hurenhafter Anbietung im Eingangsbereich, als Kaufstimulator für die Kundschaft. Die Dagebliebenen verdammt zum welkenden Wegwerfprodukt, achtlos der Mühen des Erblühens, ignoriert der Wert des Hegens. Statt Blumen immer mehr Schotter,...

25. August 2020
Der Traum vom Haus im grünen Land mit Auto, Kind und Hund, fernab vom ew‘gen Großstadtgrau ist jedermann bekannt. Wo Schrebergärten einst zu seh‘n mit Blumen, Obstbaum, Wiese, soll’n nun die Traumhäuser entsteh’n, beschließt der Rat, der hiesige. Schon weicht das Grün dem schnellen Schnitt. Die Kettensäge kreischt, der Bagger brummt und räumt den Rest von Blatt und totem Holz. Und eins, zwei, drei, die Straße kommt mit Strom und Wasser quer, Die ersten Fundamente dort und hier...

24. Juli 2020
Sollten wir stark sein oder dürfen wir schwächeln? Dürfen wir weilen oder sollten wir eilen? Der Wald wird uns heilen. Sollten wir klein erschein'n oder dürfen wir groß sein? Dürfen wir lieben oder sollten wir hassen? Der Berg wird uns lassen. Sollten wir uns ängstigen oder dürfen wir uns ermutigen? Sollten wir zweifeln oder dürfen wir vertrauen? Der Mond wird uns erbauen. Sollten wir hadern oder dürfen wir wagen? Sollten wir ignorieren oder dürfen wir hinterfragen? Die Erde wird es...

23. Juli 2020
Ein Hiesiger empfiehlt mir, beim Plausch im Schlosspark Buckow, den Weitsichtblick von oben, die Märkisch' Schweiz als Motto. Bei Dahmsdorf, meint er freudig, hätt' Pferde er zu steh'n, vor allem seine Weißen liebt er gern anzuseh'n. Daneben noch ein Stückchen läg' unweit gleich die Stell', die staunen würd' mich lassen, zur Aussicht vom Rondell. So ist erweckt die Neugier. Die Landschaft und die Seen erkund' ich mit dem Fahrrad bis zu der Hügel Höh'n. Zunächst tritt es sich fröhlich...

21. Juli 2020
Sonnenkitzel auf der Nas' als Weckruf solitär, recken, strecken wie ein Bass im Riesenbett für längs und quer: Ein Luxusstern hier, bitte sehr. Sauerstoff und frisch' Natur nur einen Türschlag weit. Musik stets live und only pur mit Vogelstimmenherrlichkeit: Gibt's Sterne gleich zu zweit. Im Anschluss dann, vor'm Duschen nass, die erste Wellness, ohne Scherz! Mit Barfußlaufen durch das Gras, massiert die Sohlen, so das Herz: Folgt vierter Stern zur Terz. Der Rücken ist nun dran, herje,...

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