MUT, URVERTRAUEN, ZUVERSICHT

„Der zweite Schritt, den wir gehen können, zeigt sich oft erst, wenn wir den ersten ins Dunkle hinein gewagt haben“ - Carl Friedrich von Weizäcker

 

Wie mutig mussten die verschiedenen Forscher sein, ihrem Impfstoff zu vertrauen! Wie mutig mussten die ersten Probanden sein, dem Genius der Wissenschaftler bereitwillig zu folgen und eine entsprechende Risikoabwägung vorzunehmen zugunsten einer Schutzimpfung, deren Wirkung sich erst noch erweisen musste: Urvertrauen in die Sozialgemeinschaft ist der Schlüssel für diesen Mut, der sich unaufhaltsam durchsetzen wird, egal, wie laut die Ängstlichen dagegen schreien:

Corona ist nie ein Killervirus gewesen und wird auch keines. Tödlich wirkt es für den einzelnen nur dann, wenn sein naives Immunsystem durch Unerfahrenheit Amok läuft. Für alle Beteiligten kann dieses Drama den Exodus bedeuten: Für den einzelnen menschlichen Organismus als Wirt, aber genauso für die in ihm eingenisteten Viren, die ohne diesen nicht weiter existieren können. Von den Varianten Alpha bis Delta war und ist das Virus quasi zu "rabiat", indem es seinen Wirt quasi „unbeabsichtigt" umbringt.

Die Strategie des Coronavirus zur Weiterexistenz kann demzufolge langfristig nur in Mutationen zu höher ansteckenden, gleichsam sanfteren Varianten bestehen.

Die Diskussion, dass die Schutzimpfung nichts nütze, da sie das Virus nicht ausrotten kann, ist absurd: Die Ausrottung des Corona-Virus insgesamt wird zwar nicht erreicht, aber die massenhaften tödlichen Krankheitsverläufe werden inzwischen nachweislich verhindert, indem sie unserem Körper als regelmäßig wiederholter Sparringpartner dient.

Ein Lockdaun hingegen ist sozial und politisch nur als Überbrückung gerechtfertigt, solange nicht alle Gesellschaftsmitglieder mit Hilfe der Schutzimpfung trainiert wurden. Ansonsten ist er die ungeeignetste Methode, die Pandemie zu überwinden, da die Herdendurchseuchung mit jedem Lockdaun quasi verlangsamt wird. Über kurz oder lang wird sich jeder Mensch irgendeiner Mutation des Virus stellen müssen, das ist für keinen von uns verhandelbar. Dieses Zusammentreffen kann die Schutzimpfung nicht verhindern, aber sie wappnet das Immunsystem eines jeden einzelnen für den Abwehrkampf gegen das Virus, der sich ihr regelmäßig unterzieht, indem er auch nach der dritten Impfung jede folgende Auffrischung vornehmen läßt.

Allen prominenten und nichtprominenten Impfkampagnenbremser und deren Gefolgschaften quer durch alle mündigen Bevölkerungsschichten, allen Entscheidungsverzögerern zur allgemeinen Impfpflicht sowie direkten oder indirekten verhetzenden Äußerungen gegen eine weltweite stringente langfristige Impfkampagne zur globalen Eindämmung der Pandemie sollten wir uns mutig entgegenstellen. Deren uneinsichtigen, egoistischen, abergläubischen, ungebildeten und scheinheiligen Meinungen zur Interpretation von Freiheit und Menschenrechten haben absolut nichts mit Selbigen zu tun. Unsere Jüngsten, die derzeit noch nicht einmal eine Chance haben, ihr Immunsystem mit Hilfe eines Impfangebots trainieren zu können und dringend auf die Solidarität der Erwachsenen angewiesen sind, die sie schmählich im Stich gelassen haben, werden den Tribut für die Impf- und Solidarverweigerung mindestens mit Bildungsmangel, psychischen Schäden, Longcovid oder gar mit dem Leben bezahlen.

Für dieses kollektive Versagen, die Zukunftsträger der Nation schutzlos gelassen zu haben, sollten wir alle in uns gehen.

 

Carmen Hoyer, 12.12.2021